Aktuelle Infos für HAG-Freunde
News for HAG enthusiasts


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Aus der aktuellen Re 6/6-Produktion von HAG

Zunächst das Positive: Die Drucktechnik scheint man inzwischen besser im Griff zu haben - das bei mir gelandete Exemplar der Lok «Interlaken» besticht durch ein perfektes Wappen und lupenreine Beschriftung. An den Laufeigenschaften gibt es ebenfalls nichts zu kritisieren, und die sogenannte «neue Beleuchtung» funktioniert.

Aber weshalb man bei der Gehäusebearbeitung und/oder in der Lackiererei nach wie vor unterirdische Qualität toleriert und die Ware als «Erste Wahl» den Endkunden andreht, erschliesst sich mir wirklich nicht. Alle Führerstands-Seitenpartien sehen in meinem Fall nämlich etwa wie abgebildet aus (mit einer «Farbsuppe» übertünchte Feil- oder Schleifspuren; ferner zahlreiche übermalte Staubeinschlüsse). Unglaublich!


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(3.9.2016)


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Wenn Sie für so etwas...

...Ihr gutes Geld fortzuwerfen pflegen, dann haben Sie gerade auf Ricardo eine Gelegenheit verpasst. Präzisionsarbeit aus der Schweiz, oder etwa nicht? leb

Aber vielleicht bekommen Sie nächstes Mal sogar ein Luzerner Frontwappen mit senkrechter/mittiger Farbtrennung?


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(Update 3.7.2016, Foto aus der verlinkten Auktion)


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Zürcher Stadtpolizist wünscht HAG-Kritikern den Tod...
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Bekanntlich hat ein «Künstler» vom Zürcher Neumarkt-Theater kürzlich dazu aufgefordert, den Verleger und Nationalrat Roger Köppel zu verfluchen und zu exorzieren.

Eine ziemlich pubertäre Aktion, nicht wahr? Ähnliches passiert aber sogar in der vermeintlich friedlichen Modellbahnszene, wenn sich Leute getrauen, die Qualität der Produkte eines bestimmten Herstellers zu kritisieren. Im deutschen
Stummiforum jedenfalls publizierte der von den Steuerzahlern entlöhnte, vereidigte Polizist R. Sch. («natürlich» unter einem Pseudonym) am 26. Februar 2016 um 23:31 Uhr wörtlich den Aufruf:

«Vielleicht sollte man eher die ewigen Motzer sterben lassen - und nicht HAG. Action_42»

Eigentlich müssten unsere «Freunde und Helfer» ja so geschult werden, dass sie besonnen auftreten, einen kühlen Kopf bewahren und insbesondere bei Differenzen deeskalierend wirken. Da scheint bei Herrn Sch. also ein Manko bzw. Ausbildungsbedarf zu bestehen. Und wir dürfen nun gespannt sein, wie er sich das weitere Vorgehen vorstellt und wen der Sensenmann zuerst heimsuchen soll...

Und noch ein Nachsatz, der sich an gewisse Scharfmacher im «Traktoren-/Töffli-/Trollforum» richtet: Meine Hochachtung und mein Dank gebühren den Verantwortlichen der Stadtpolizei Zürich, die inzwischen sehr kompetent auf die völlige Entgleisung ihres Mitarbeiters reagiert haben. Bravo!


(Update 8. April 2016, 08:45 Uhr)


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Nachschub für die «Horror-Vitrine»

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Man glaubt es fast nicht: Die abgebildete Re 460 107-6 «AlpTransit III» mit einer grosszügig von zittriger Hand nachgepinselten Seitenwand stammt nicht etwa aus einem Abfallcontainer, sondern wurde im Februar 2016 ganz regulär bei einem offiziellen HAG-Händler gekauft. Im Verpackungsinnern befindet sich sogar der übliche Vermerk, wonach das Modell eine «Qualitätskontrolle» bestanden habe...

Gibt’s im Kanton Nidwalden wirklich keine fähigen Augenoptiker?

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Der Vollständigkeit halber soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass Laufeigenschaften, Beleuchtung und Sound des Modells einwandfrei sind.


(23. Februar 2016)


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Wer nicht wirbt, der stirbt

Der Spruch stammt selbstverständlich nicht von mir, sondern vom genialen amerikanischen Unternehmer und Geschäftsmann Henry Ford. Irgendwie kommt einem diese Weisheit einfach in den Sinn, wenn man das Ausstellerverzeichnis der Nürnberger Spielwarenmesse 2016 anschaut und dort einen «Traditionsbetrieb» nicht mehr findet.


(13. Dezember 2015)


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Man müsste halt das Vorbild anschauen...

...bevor man einfach «irgendetwas» auf das Modell druckt.

Vergleichen Sie bitte einmal dieses Bild des soeben ausgelieferten
HAG-Modells der Re 460 107-6 «AlpTransit III» mit einer Aufnahme des Originals. Überrascht werden Sie feststellen, dass es HAG tatsächlich vorausschauend geschafft hat, die auf der echten Lok noch auf das Jahr 2019 angesetzte Eröffnung des Ceneri-Basistunnels auf 2020 zu verschieben. Dafür hat man schräg unterhalb des Führerstandsseitenfensters links ein Logo angebracht, welches das Original bereits nicht mehr aufweist. Das ist doch echte Schweizer Präzisionsarbeit, oder nicht?


(1. Dezember 2015)


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(26. August 2015; Originalbildquelle Facebook-Seite von Bahnorama GmbH)

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Es ist wie Lotto oder Roulette...



Früher konnte man eine HAG-Lok «blind» vorbestellen und fast sicher sein, schliesslich ein funktional und optisch einwandfreies Exemplar zu erhalten. Heute aber erlebt man ganz Unterschiedliches - vor allem beim äusseren Erscheinungsbild der einzelnen Modelle sind Qualitätsdifferenzen zu verzeichnen, die eine Spannweite zwischen «schrecklich» und «Schmuckstück» locker ausfüllen.

Heute lag bei mir eine
Ae 6/6-Städtelok «Payerne» aus einer soeben ausgelieferten Nachserie Juni 2015 zur Begutachtung auf dem Schreibtisch. Nach den bisherigen Erfahrungen (siehe unten) war ich auf das Schlimmste gefasst - aber das trat erfreulicherweise nicht ein:

  • Der Druck der Anschriften und vor allem des Wappens ist lupenrein und konturenscharf

  • Auch die bei der Erstauflage kritisierte fehlende Zentrierung der Anschriften und des Wappens wurde nun korrekt ausgeführt, die angedeuteten Schrauben des Ae 6/6-Schildes sind vorhanden

  • Das Depotschild weist eine ansprechende Grösse auf und befindet sich am richtigen Ort; das «Tüpfchen aufs i» wäre hier ein vorbildgerechter Druck in Silbergrau anstatt Weiss

  • Der Grünton des Gehäuses und auch die panzergraue Dachfarbe vermögen zu gefallen

  • Als noch ungelöstes Problemfeld verbleibt der grobkörnige Lackauftrag, in dem sich auch zahlreiche Staubeinschlüsse versammelt haben

  • Und unschön ist schliesslich, dass das Licht der Frontbeleuchtung (vor allem in Kurven) so ziemlich überall durchscheint


Fazit: man scheint lernfähig zu sein, was Anerkennung verdient. Aber freuen sich wohl die verbliebenen «Frühbesteller» und Käufer von ersten Serien darüber, dass sie jeweils die unausgereiften Früchte bekommen und erst die Kunden am Ende der Warteschlange die gute Ware?


(Update 5. Juli 2015)


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Eine Qualitätskontrolle mit tiefem, gesundem Schlaf?



Zuerst dachte ich beim wulstartigen Gebilde über dem Drehgestell an einen beim unsorgfältigen Lackieren entstandenen «Farbsack», aber es scheint sich um einen Fehler im Guss zu handeln. Betroffen ist nach meinen Recherchen möglicherweise nicht nur das abgebildete Modell «Langnau im Emmental», sondern auch andere aktuelle Ae 6/6-Lieferungen von HAG.

Wenn man bedenkt, durch wie viele Hände und Arbeitsschritte ein solches Gehäuse von der Giesserei bis zum Verkauf als fertige Lok geht, dann staunt man schon, dass erst die Endkunden den offensichtlichen Mangel bemerken...



(20. Juni 2015)


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Die Verbitterung des Günther G. aus Heilbronn



Es passt offensichtlich nicht allen Leuten, dass auf dieser Info-Seite sowie im HAG-Forum auch kritische Bemerkungen über die Produktion bzw. die vielen blossen Ankündigungen von «New HAG» publiziert werden. Ein besonders geschwätziger Fan und Verehrer der aktuellen HAG-Geschäftspolitik treibt sich unter dem Pseudonym «ginne2» in mindestens fünf Internetforen herum und pisst mich mit Vorliebe dort hinterrücks an, wo ich keine Möglichkeit zum Antworten habe. Ein feiner Zug eines schwäbischen Gentlemans, nicht wahr?

Hier ein aktueller Hass-Wortschwall von diesem offenbar verbitterten «Hobbykollegen», der immer noch nicht gemerkt hat, dass er hierzulande als dümmlicher «Forums-Troll» wahrgenommen wird.


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(25. Mai 2015)


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Ganz, ganz langsam...



...bessert die Qualität der neuesten Lok-Auslieferungen. Das Bild oben zeigt die Frontpartie einer im Mai 2015 produzierten «LION»-Re 420 203. Meine Bemerkungen zum kurz getesteten Modell:

  • Dass auch bei diesem Exemplar nach dem Auspacken zuerst ein zerbrochener Puffer ersetzt werden musste, scheint «normal» zu sein - nun ja...

  • Die Lackoberfläche ist unverändert viel zu matt/glanzlos. Wann begreift man in Stans, wie das auszusehen hat? Siehe Vorbildfoto!

  • Und offensichtlich hat man immer noch grosse Mühe, die schwarzen «Brillen» um die Frontfenster sauber zu maskieren. Die auf dem Bild sichtbare Welle zwischen Scheibenoberkante und Dachrand ist wirklich keine Meisterleistung, ebensowenig der Farbklecks auf dem Fensterrahmen.

  • Positiv zu vermerken sind die ausgezeichneten Fahreigenschaften des getesteten Exemplars (digital und erstaunlicherweise auch analog) sowie die nun fehlenden Leimspuren auf dem Gehäuse. Die Scheibenwischer bestehen neu aus schwarz eingefärbtem Kunststoff, es blättert also keine Farbe mehr ab. Bravo - endlich geschafft!




(14. Mai 2015)


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«Handgemachte Spitzenmodelle»...


...werden uns auf der HAG-Homepage versprochen. Tja - von dieser Lobpreisung nicht mehr so richtig überzeugt ist zumindest derjenige Kollege, dem Ende Februar 2015 diese Re 460 «Air14» aus der neuesten Serie geliefert worden ist. Wohlverstanden nicht etwa als «3. Wahl-» oder Ausschussmodell, sondern im Rahmen einer ganz regulären Bestellung. Gut, man mag jetzt einwenden, die hingezitterte Pinselreparatur und die ausgefranste Kantenabdeckung seien tatsächlich von Hand erfolgt - aber darf man für rund Fr. 600.-- wirklich nichts Besseres erwarten?


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(1. März 2015)


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6. Juni 2015: HAG-Reise nach Graubünden



Einmal mehr bietet sich die Gelegenheit zur Teilnahme an einem anregenden Tagesausflug im Kreise von Geniessern, Eisenbahn- und HAG-Fans. Dieses Jahr geht es hinter einer klassischen Ae 6/6 in historischen Wagen nach Chur, wo in den von einem RhB-«Krokodil» gezogenen Pullman-Express nach Bergün umgestiegen wird. Alle Details und den provisorischen Anmeldetalon finden Sie in diesem Flyer!

(26. Februar 2015)


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Nun ist es da: das echte Schweizer «Papamobil» Ee 922 in Spur H0!


Sicher wird das lange erwartete Modell bald auch auf Ihrer Anlage fahren - mehr hier bei den Fachhändlern
Roger Suter und EYRO!


(Update 14. März 2015; Foto © S. Unholz)


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Endlich: die Qualität scheint sich zu verbessern!

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Auf meinem Pult liegen seit ein paar Tagen zwei «Rezensionsexemplare» der vom initiativen Händler EYRO Modellbahn GmbH in Interlaken anlässlich der Hundertjahrfeier der Lötschbergbahn lancierten HAG-Sondermodelle der Re 465 016-4 «Centovalli» mit und ohne rundem Jubi-Aufdruck.

Was man nach den bisherigen Auslieferungen aus Stans kaum mehr zu hoffen gewagt hatte, ist nun offenbar doch Tatsache geworden: Zumindest auf den ersten Blick vermag die Lack- und Druckqualität diesmal auch den Ansprüchen derjenigen Sammler zu genügen, die ihre Modelle nicht nur aus grösserer Entfernung oder durch eine rosarot gefärbte Brille betrachten. Gegenüber den geschätzten Produkten aus der Mörschwiler «Traditionsküche» fällt bei diesen Re 465 in erster Linie noch der fehlende feine Seidenglanz des Farbauftrages auf. Aber vielleicht bekommt man ja auch dies gelegentlich in den Griff?

Ausgiebige Fahr- und Funktionstests ergaben im Digitalbetrieb (WS) keine Mängel, und auch die Beleuchtung ist nun praxistauglich. Analog allerdings sind die Loks wegen ihrer geringen Höchstgeschwindigkeit unbrauchbar oder höchstens zum Rangieren geeignet.


(Update 26. Oktober 2014)


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Re 460 «Air14 Payerne» - was steht uns diesmal wohl bevor?



In diesen Tagen wird das Modell der Re 460 014-4 in der Ausführung als Werbelok für die Militärshow «Air14 Payerne» ausgeliefert. HAG hat auf seiner
Facebook-Seite schon vorab Fotos veröffentlicht, auf denen die Druckqualität geradezu schockierend schlecht wirkt. Zumindest die betreffenden Aufnahmen zeigen gemäss diversen Wortmeldungen auf dem Internet folgende «Schnitzer»:

  • Der Druck ist viel zu «knallig»/plakativ und gibt den pastellfarbenen Wolkenhintergrund beim Vorbild überhaupt nicht wieder.

  • In der Reihe von horizontalen Vertiefungen entlang der Dachkante sowie in den Griffstangenmulden der Führerstände ist die weisse Grundierung sichtbar.

  • Das ganze Veranstaltungs-Logo auf der Front liegt etwas zu weit oben.

  • Bei der senkrechten Zahlenreihe 100/50/25 rechts auf den Seitenwänden fehlt die schöne Schattenschrift.

  • Das SBB-Logo rechts unten auf der Schürze ist zu weit links und auch noch schräg abfallend gedruckt.

  • Umgekehrt befindet sich der seitliche Anschriftenblock samt Lokbezeichnung Re 460 014-4 zu weit rechts.

  • Mindestens bei einer der seitlichen Beschriftungen «7 SEP» ist der Buchstabe «E» in der Sicke verlaufen.

  • Das quadratische Schweizerkreuz auf der Seitenwand ist verzogen und weist oben rechts einen dunkelroten «Trauerrand» (verursacht durch das durchscheinende Hintergrund-Blau) auf.

  • Möglicherweise erfolgte auch die Maskierung der «Brille» rund um die Frontfenster unsorgfältig; die Farbtrennung wirkt jedenfalls ausgefranst.

  • Das Modell weist vorbildwidrig keine Faiveley-Pantos auf.


Die Hoffnung, es handle sich beim abgebildeten Modell um ein Vorserie-/Ausschussexemplar, hat sich leider nicht erfüllt - siehe nun die freundlicherweise vom Fachhändler
Bahnorama auf Facebook veröffentlichten Fotos sowie auch diese äusserst aufschlussreiche Aufnahme.

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Praxistauglicher sieht es dagegen nun dank Steckverbindung im Innern der Lok aus:

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(Update 8. September 2014, Fotos Mitte © Markus Wagner/www.bahnbilder.de und Bahnorama GmbH sowie zuunterst A. Brechtbühl)


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Wie müsste ein Ae 6/6-Modell korrekt bedruckt sein?


Wenn Sie das eine etwas eigenartige Frage finden, dann lassen Sie zunächst einmal das nachfolgende Bild der Lok «Payerne» auf sich einwirken. Denn offenbar ist heute nicht mehr überall bekannt, wie eine gute alte Städtelok bei den SBB anfangs der 1990er Jahre beschriftet und «bewappnet» war...

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Im HAG-Herstellerforum sind kürzlich Modellfotos publiziert worden, die meines Erachtens Verbesserungspotenzial zeigen - zumindest wenn man den Anspruch erhebt, Spitzenprodukte anzubieten:

  • Das gedruckte Wappen befindet sich zu weit oben und/oder ist zu gross geraten. Dies lässt sich durch das Ziehen einer imaginären Geraden anhand der horizontalen Fensterkanten und im Vergleich mit der obigen Vorbildaufnahme leicht feststellen.

  • Am vorgestellten Modell wirkt das Wappen gemäss Foto unsauber gedruckt (kleine rote Farbflecken über dem oberen Rand und zuunterst an der Spitze).

  • Das Herstellerschild ist nach links verschoben und nicht schön unterhalb von Wappen und Betriebsnummer «zentriert». Man vergleiche auch dies mit dem Vorbild... (Schraubenlöcher!)

  • Anstelle des in den 1980er und 1990er Jahren bei den richtigen Loks sicher noch vorhandenen Typenschilds hat HAG die Bezeichnung Ae 6/6 in Weiss (?!) gedruckt. Früher in Mörschwil wurde das Typenschild auf verblüffend simple Art durch angedeutete Schrauben visualisiert - und dazu selbstverständlich ein passender Chromsilber-Farbton verwendet.

  • Die Ziffern 11503 scheinen mir ganz leicht schräg zu liegen.

  • Das für den Lokkasten verwendete stumpfe Grün gefällt einem entweder oder es gefällt einem nicht. Mich jedenfalls überzeugt der Farbton gar nicht, und er erinnert mich an die seinerzeit von der Armee abgegebenen «Gnägi-Liibli» (ist aber eine persönliche Geschmackssache).

  • Und zum Schluss noch dies: Fehlt allenfalls im Führerstand ein grünes Teil, und ist die Funkantenne am richtigen Ort platziert?


(Update 5. September 2014, Bildquelle hier)


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Von gar keinen Selbstzweifeln geplagt...



...und entsprechend dick aufgetragen wirkt
dieser bemerkenswerte Werbetext auf den Seiten 13 bis 15 des Magazins «Wirtschaft in Nidwalden/Engelberg» Nr. 14 vom April 2014.

Staunend nimmt der aufgeklärte Leser darin die frohe (in der Branche ansonsten eigentlich kaum verbreitete) Botschaft zur Kenntnis, dass
«die Fangemeinde der Modelleisenbahnen eher zu- als abnimmt». Beruhigend ist es auch zu erfahren, dass wir als vom Modelleisenbahnvirus befallene Freaks «keineswegs ein Auslaufmodell» sind. Ein paar Zweifel befallen dann allerdings sowohl enttäuschte Analogbahner als auch die inzwischen nicht mehr so ausgabefreudigen Sammler angesichts der Behauptung, dass «das digitale Zeitalter die Modelleisenbahn ganz eindeutig gerettet» habe.

Wohl definitiv in die Märchenwelt verfrachtet wird man aber schliesslich mit folgendem Satz: «Von den Einzelteilen bis zur Verpackung achten wir darauf, dass
alles auch tatsächlich in der Schweiz hergestellt wird». Ah ja - alles? Dann kommen also beispielsweise die Gehäuse der IC-2000-Doppelstockwagen nicht mehr aus Korea, die ESU-Decoder werden neuerdings in der gesunden Nidwaldner Bergluft von fleissigen Alpsennen im Nebenamt assembliert, und die «im Fachjargon Pantographen» genannten Dinger auf dem Dach stammen plötzlich nicht mehr von Sommerfeldt?

Tja - wie sagte es doch Kommunikationsberater Marcus Knill: Wenn die Leute wüssten, dass 70 Prozent von dem, was sie sagen, gegen sie verwendet werden kann, so würden sie viel weniger reden...
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(18. Juni 2014)


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Die Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet

Bekanntlich kaufe ich die rollenden Elektronik-Wundertüten mit Beleuchtungs-Gags aus Stans nicht mehr (siehe Beitrag weiter unten). Nun habe ich aber von einem Kollegen ein Muster der HAG-Re 460 mit Coop-Werbung «Miini Region» zum Testen erhalten und kann mir eine gesicherte und objektive Beurteilung des Modells erlauben.

Wie einige im Netz zirkulierende Fotos bereits erwarten liessen, vermag die Fertigungsqualität den hohen Erwartungen von HAG-Kunden nicht zu genügen und rechtfertigt insbesondere den stattlichen Preis nicht:

  • Wie schon bei der «Fiat Panda» hat man es auch diesmal nicht geschafft, die obere Stirnlampen-Abdeckung über dem Motordrehgestell korrekt einzupassen.

  • Die Front-Betriebsnummern sind entweder in der falschen Karo-Reihe angebracht oder die Karos sind vorne irgendwie nach unten gerutscht.

  • Auf den Fronten fehlen die weissen Umrandungen der unteren Stirnlampen.

  • Generell wirken die Tischtuch-Karos teilweise unscharf/verwaschen oder zu dünn gedruckt, und sie fallen auch an den Führerständen aus der Horizontalen schräg nach unten ab.

  • Zudem sind die Karo-Übergänge zwischen Fronten und Seitenwänden überhaupt nicht bündig (bei «Alt-HAG» beherrschte man auch diesbezüglich die Drucktechnik!).

  • Mein vorgängiger Hinweis auf einen Fehler bei der sogenannten Taufserie wurde ebenfalls ignoriert, denn zumindest bei der oben abgebildeten Lok und bei meinem Testexemplar hat man (auf einer Seitenwand) keine gerade Farbkante im Bereich der schrägen Dachlüfter hingekriegt.

  • Die Lackoberfläche ist zu matt/stumpf und gibt den schönen Glanz, den das Vorbild bei der Inbetriebsetzung aufwies, überhaupt nicht wieder.

  • Gelungen scheint mir immerhin die Absetzung der seitlichen «Miini Region»-/«Ma région»-Logos, die ja auch an der Originallok auf dem weissen Grundlack aufgeklebt sind.

  • Offenbar hat man im Innern den schrecklichen «50er-Jahre-Drahtverhau» (von einem Kollegen auch sehr anschaulich als «Steinzeitverkabelung» bezeichnet) immer noch nicht eliminiert.

  • Im Digitalbetrieb läuft die Lok recht gut (wenn auch mit eher geringer Höchstgeschwindigkeit), und auch die Lichtfunktionen (inkl. 3+1) sind nun sinnvoll vorprogrammiert.

  • Analog hingegen ist sie praktisch nicht zu gebrauchen, da viel zu langsam. Erachtet man die betreffende Kundschaft von vornherein als zu unbedeutend oder «ausgestorben»?


Fazit: in diversen Punkten misslungen und somit erneut eine Chance verpasst, sich mit guten Leistungen die Sympathien der Kundschaft zurückzuerobern.

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(Update 16. Juni 2014; Foto ganz oben © EYRO Modellbahn GmbH, Vergleichsfotos unten © StarRail bzw. «E103109»)


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Meine Erfahrungen mit «New HAG»-Produkten - ein einziges Trauerspiel!

  • Seit der Übernahme der HAG Modelleisenbahnen AG, Mörschwil, durch die Tekwiss Engineering AG bzw. durch Herrn Adolf Schoch sind inzwischen mehr als zwei Jahre vergangen.

  • Das Konkursverfahren über die HAG Modelleisenbahnen AG in Liquidation wurde mit Verfügung des Kreisgerichts Rorschach vom 17. Dezember 2013 mangels Aktiven eingestellt.

  • Vor rund 17 Monaten wurde das Nachfolgeunternehmen HAG Modellbahnen GmbH mit Sitz in Stansstad/NW gegründet.

  • Seit dieser damals mit grossen Hoffnungen und Erwartungen verbundenen Gründung erfolgten aus Stansstad zahlreiche Ankündigungen, Versprechen und Erfolgsmeldungen, und es wurde eine neue Website aufgeschaltet.

  • Auch erste Modelle wie die Re 420 «LION» der Zürcher S-Bahn oder die Werbelok Re 460 «Fiat Panda» sind erschienen.

  • Von den rund 60 im Neuheitenprospekt 2013 angekündigten Neuheiten und Wiederauflagen sind aber nach wie vor erst etwa 17 lieferbar.

  • Und inzwischen bin ich leider kaum der einzige kritische Kunde, der von der Qualität und von einzelnen Konstruktionsmerkmalen der aktuellen Produkte ernüchtert und enttäuscht ist.

  • Meine erste Re 420 «LION» beispielsweise wies einen abgebrochenen Puffer, eine verbogene Funkantenne sowie Leimspuren an den Seitenfenstern auf, bei der zweiten Lok dieses Typs waren beide Stirnfenster an einem Führerstand verkehrt eingepresst und dadurch nicht bündig mit der Front. Die Scheibenwischer sind nur oberflächlich in schwarze Farbe getaucht worden, die schon bei leichter Berührung abblättert.

  • Und auch meine Re 460 «Fiat Panda» erlitt schon nach nur sieben Minuten einen Defekt, der sie unbeweglich machte; die Lok wies auch mehrere weitere Mängel auf (ein herausfallender und ein weiterer drehbarer Puffer, schief montierte Scheibenwischer, falsch in das Gehäuse gewürgte obere Lichtabdeckung, nicht programmierter Schweizer Standardlichtwechsel 3+1).

  • Dieses Produkt wurde zwecks Reparatur dem Hersteller gesandt. Nach der Rückkehr zeigte sich schon bei den ersten Probefahrten ein sehr merkwürdiges Fahrverhalten, und auch die Beleuchtung funktionierte überhaupt nicht wie versprochen. Nach kurzer Zeit stoppte die Lok erneut in voller Fahrt, und aus dem Innern nahm ich einen eigenartigen Geruch wahr... Das Ding ging somit ein zweites Mal zurück zu HAG, wo man als Ursache einen Kurzschluss infolge einer schlechten Lötstelle diagnostizierte.

  • Nun ist das Modell wieder bei mir. Es läuft jetzt zwar schön, aber zunächst liess sich weder im Analog- noch im Digitalbetrieb der klassische Schweizer Lichtwechsel einschalten! Stattdessen bietet die Lok dem frustrierten Kunden unter anderem eine völlig überflüssige «Party-Beleuchtung» mit beidseitig je drei roten Stirnlampen.

  • Wie sich inzwischen herausgestellt hat, unterliess man es bei beiden Reparaturaufenthalten in Stans, die Software in der Lok auf die 3+1-Beleuchtung zu updaten... Dieser Mangel wurde anlässlich einer dritten Reparatur beseitigt, aber weiterhin lässt sich die Standardbeleuchtung nur mit einem umständlichen «Affengriff» einschalten.

  • Überhaupt wurde das bisherige Flaggschiff unter den HAG-Lokomotiven (eben die Re 460/465) elektrisch/elektronisch derart umgestaltet und mit «Schnickschnack» hochgerüstet, dass Zweifel an der Anlagentauglichkeit und Servicefreundlichkeit aufkommen. Ein Lokgehäuse durch vier jeweils beidseits angelötete Litzen mit dem Chassis zu verbinden, mag vielleicht in den 1950er Jahren noch üblich gewesen sein, aber doch nicht 2014!

  • So kommt beim durchschnittlichen Modellbahner keine Freude mehr auf - offenbar sind bei «New HAG» nur noch Hobby-Elektroniker als Kunden gefragt, die in der Lage sind, die gelieferte Ware selber gebrauchstauglich zu machen.

  • Ich hingegen habe die Nase voll - die paar im Fachhandel schon (zu) früh bestellten Loks werde ich noch abnehmen, aber dann ist Schluss.



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(Update 3. April 2014, Foto Oskar Eggenberger)


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HAG-Archivverkauf bei Roger Suter in Meggen

Beim bekannten Modellbahnhändler Roger Suter in Meggen/LU hat in gestaffelter Form der Verkauf derjenigen Modelle stattgefunden, die während vielen Jahren im HAG-Werksarchiv in Mörschwil aufbewahrt wurden. Gemeinsam mit einem Sammlerkollegen hatte ich am 15. August 2013 die Ehre und das grosse Vergnügen, mir im Voraus einen Überblick über das gewaltige Angebot zu verschaffen. Neben vielen bewährten und bekannten Objekten traf ich dabei auch überraschend viel Rollmaterial an, das ich zuvor noch niemals gesehen hatte.


(Update 6. Januar 2014)


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Wer hat Erfahrungen gemacht mit «Pesche» Christen alias «Bahnsupport» aus Aarwangen?


Anlass meiner Umfrage ist, dass der Mann am 20. März 2013 im «Bahnforum Schweiz» wieder einmal zu einem seiner dort bekannten cholerischen Angriffe ausgeholt hat (siehe diese aufschlussreichen
Muster seiner Ausdrucks- und Denkweise). Im Visier seiner verbalen Schrotflinte stehen diesmal die «unfähigen» Interessenten für den HAG-Ambassadorenclub (der am 23. März 2013 in Huttwil/BE gegründet wurde) und insbesondere dessen Initiant Robert Spörri. Oder vielleicht hat Christen auch spezifisch etwas gegen den Ort Huttwil (wie meistens bei ihm kommt man nicht so recht draus, was er mit seinen unterschwelligen Andeutungen sagen will).

Der Mann heisst Peter («Pesche») Christen, betreibt an der Hofstrasse 17 in Aarwangen/BE ein Modellbahnlädeli und handelt auf der Auktionsplattform Ebay unter dem Pseudonym «
Bahnsupport». Im Handelsregister bezeichnete er sich noch bis vor Kurzem als «freischaffenden Lokomotivführer» (was ist denn das wohl - vielleicht einer, der sich einfach mal auf einem Bahnhof eine herumstehende Lok ausleiht? 80). In fast jeder Ausgabe der Zeitschrift LOKI - so auch in der kürzlich erschienenen Ausgabe 10/2016 auf Seite 66 - sucht er Modelleisenbahnen aller Spurweiten, Sammlungen, Nachlässe und Einzelstücke.

Ich möchte diesen sympathischen Mitbürger ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen und nehme Hinweise zu ihm und seiner Tätigkeit gerne vertraulich unter meiner Mailadresse (ganz unten auf dieser Seite) entgegen. Besten Dank!


(Update 22. September 2016)


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Beleuchtungs-Umbaukits für HAG Re 4/4 II und Re 6/6


Bekanntlich werden künftige Lieferungen der oben genannten HAG-Modelle ab Werk mit einer schaltbaren Front-/Führerstandsbeleuchtung ausgerüstet.

Für den Umbau schon vorhandener Loks mit der traditionellen einfachen Lichtausrüstung hat nun ein unabhängiger Produzent eine eigenständige Lösung erarbeitet, die etwa im Oktober/November 2012 auf den Markt kommen soll. Der Preis pro Umbausatz (ohne Decoder) wird sich auf Fr. 79.-- belaufen; inbegriffen ist dabei die heikle Fräsarbeit an den bestehenden Lichtleitern.

Bestellungen sind möglich bei
Eyro in Interlaken.


(Update 30. Oktober 2012)


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An der Spielwarenmesse in Nürnberg wurden ein aus Kunststoff und Holz gefertigtes «Handmuster» der SBB-Rangierlok Ee 922 (oben) sowie die neue Gehäuseform der Einheitswagen I gezeigt.


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(Fotos © Juan Manuel Galan und Nikolaj Chorfitzen)


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Sondermodell Re 460 mit Faiveley-Stromabnehmern


Beim Vorbild sieht man sie immer häufiger, nämlich SBB-Re 460, bei denen die traditionellen Schunk-Einholmstromabnehmer durch solche von Faiveley ersetzt worden sind.

Der initiative Anbieter
EYRO Modellbahn GmbH aus Interlaken bringt nun 2012 diese willkommene Lok auf Basis HAG/Barinmodell - erhältlich sein werden die Varianten «Aare» und «Wankdorf». Eine rasche Bestellung hier ist sehr empfehlenswert, da pro Betriebsnummer nur 25 Exemplare angefertigt werden!


(21. Dezember 2011)


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Fabrik-Weihnachtsverkauf 2011

Wie «frische Weggli» gingen die beiden Sondermodelle am letztmals in Mörschwil durchgeführten HAG-Weihnachtsanlass über die Theke - die je 50 Stück waren in kurzer Zeit ausverkauft!


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(2. Dezember 2011)


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Reisslack-Lok «Green Salamander» auf Ebay


Zwei Jahre nach ihrer roten Schwesterlok ist die oben abgebildete Re 4/4 II mit Gehäuseoberfläche in Reisslacktechnik in einer Ebay-Auktion aufgetaucht. Es handelt sich hierbei um ein legendäres Sammlerstück, von dem in Grün und Rot insgesamt sechs Modelle existieren (siehe weiter unten auf dieser Seite). Mit fast Fr. 5’000.-- hat sie einen Rekordpreis erzielt.


(29. November 2011, Foto zVg)


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Re 6/6-Prototypen vom Alpnacher Shop


Die auf HAG-Fahrgestellen entwickelten Modelle der beiden bekannten Re 6/6 11601 (Wappen Wolhusen) und 11602 (Wappen Morges) mit geteiltem Kasten sind nun serienreif und gehen anfangs 2012 in Produktion. Es wird sich dabei um die ersten «stimmigen» H0-Nachbildungen dieser Loks zu einem akzeptablen Preis handeln. Gewichtsmässig werden sie trotz Kunststoffgehäuse den HAG-Re 6/6 der aktuellen Generation entsprechen, jedoch im Gegensatz zu diesen über ein zeitgemässes Beleuchtungskonzept verfügen.


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(27. Oktober 2011, Fotos © Alpnacher Shop)


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Ein «Sammlerjuwel» auf Ebay!


Auf der Auktionsplattform Ebay ist kürzlich ein Exemplar des oben abgebildeten roten Triebwagens mit gedruckter Beschriftung (UNUM-Nr. 150.05 oder 151.05) aufgetaucht - und dies sogar mit drei perfekt dazu passenden Wagen (je ein ABt, A und B).

Es handelt sich dabei um eines der seltensten HAG-H0-Modelle, das zuvor noch nie in einer Auktion oder auf einer Börse angeboten wurde. Der erzielte Spitzenpreis von über Fr. 2’600.-- ist daher gerechtfertigt.


(Update 12. November 2011)


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Fällt Ihnen etwas auf...?


Das obige Bild des HAG-Modells der Re 460-Werbelok «Pro Infirmis» befindet sich seit längerer Zeit in der UNUM-Datenbank (Datensätze Nummern 280.72 und 281.72).

Schon eigenartig, wie es der Wettinger Spielzeughändler Playland mit geradezu unglaublicher Präzision geschafft hat, sein eigenes Exemplar exakt gleich zu fotografieren und dann auf der Auktionsplattform Ricardo anzubieten...


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Inzwischen hat der betreffende Laden hektisch seine
Ricardo-Auktionen «desinfiziert» und eigenes Bildmaterial eingefügt. Besser wäre es allerdings gewesen, das von allem Anfang an zu tun. Dies hätte man umso mehr erwarten dürfen, als die Geschäftsführerin nebenbei Präsidentin des Schweizerischen Verbandes der Spielwarendetaillisten VSSD ist und als solche eine Vorbildfunktion hat.


(Update 6. September 2011, Foto © S. Unholz)


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HAG-Reise 2011



Der letzte Ausflug des Teams von
HAG-Reisen führte im roten «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021 zur Modellbahnanlage «Kaeserberg» in Granges-Paccot bei Fribourg. Hier einige Bildimpressionen von diesem interessanten Anlass.



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Schon eine gute Tradition...



...des «Alpnacher Shops» ist die Lancierung von originellen Exklusivmodellen. Von der soeben in einer Auflage von nur 30 Stück erschienenen Re 410 im Cargo-Look sind kaum noch Exemplare erhältlich.


(Update 27. Januar 2011)


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Was passt zu den DB/BLS-Doppelstockwagen?



HAG hat ja kürzlich fünf speziell bedruckte Doppelstockwagen des dänischen Herstellers Hobby Trade ausgeliefert, deren Vorbilder von Dezember 2008 bis April 2009 mietweise auf der Berner S-Bahn-Linie 1 im Einsatz standen. In der Regel war diese Ersatzkomposition an jedem Zugsende mit einer der beiden BLS-Cargo-Loks 185 525 und 527 (gemietet von Angel Trains) bespannt, als Reserve dienten die 485 017 und 019.


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Wer die damalige Komposition auf seiner Anlage korrekt nachbilden will, braucht dafür zwei Loks von Roco. «Betriebsnummernmässig» voll passend sind nur das links abgebildete Modell der 185 525 (Roco Nr. 63809 für GL bzw. 69809 für WS) und anderseits das Schweiz-Sondermodell der 485 017 (Roco Nr. 63594.17 für GL bzw. 69594.17 für WS). Beide sind noch vereinzelt im Fachhandel erhältlich.


(Update 2.8.2010)


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HAG-Reise 2010



Der diesjährige Kundenausflug des Teams von
HAG-Reisen führte bei herrlichem Wetter ins Werk Altenrhein der Stadler Rail AG, wo in vorbildlich sauberen und hellen Hallen zahlreiche Schienenfahrzeuge in unterschiedlichen Konstruktionsstadien besichtigt werden konnten. Unser «Salonzug 1960» (Ersatz für den defekten RAe TEE II 1053) wurde von der Ae 6/6 Kantonslok 11425 «Genève» gezogen, und auch zwei doppelstöckige Postautos kamen zwischendurch für uns zum Einsatz.

Der ziemlich chaotische Männer-Auflauf im zweit- und drittletzten Bild wartet nicht etwa vor einem defekten WC, sondern vor einem Auto-Kofferraum auf die für die Reiseteilnehmer produzierten HAG-Sondermodelle...


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(5.6.2010)


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Für den verwöhnten HAG-Sammler...



...der schon alles hat, ist er ein «Muss»: Der gute alte HAG-Trafo Nr. 650 in einer einmaligen Sonderlackierung des Trafo-Sammler-Klubs «TRAFOSAKLU». Weltweit existieren davon nur gerade zehn Stück, die einzeln nummeriert sind. Die Kleinstserie ist ausverkauft.


(Update 16.5.2010)


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Aus der HAG-Vergangenheit: Die Morep-Schienentraktoren


Er ist ein echter Klassiker im HAG-Sortiment, der ab 1958 während rund 30 Jahren produzierte SBB-Schienentraktor Te III mit der erhaben angebrachten Betriebsnummer 101. In den Katalogen aufgeführt war die niedliche, aber robuste Rangierlok meist unter der Bestellnummer 131 (zusätzlich zeitweise auch 130 und 132). Zum Leidwesen wohl fast aller Märklin-Bahner war von HAG selber nie eine Wechselstrom-Ausführung erhältlich.

1989 übernahm die Firma Morep Modellbahnen in Lengnau/BE von HAG das Traktoren-Inventar und bot fortan auch WS-Loks sowie solche mit Faulhaber-Motoren an. Einen interessanten Farbtupfer bildeten aber nicht zuletzt rund ein halbes Dutzend Versionen von Privatbahnen und der PTT. Diese Fahrzeuge sind auch bei Sammlern (noch...) nicht allzu bekannt, weshalb ein paar davon hier kurz vorgestellt werden sollen. In der HAG-UNUM-Datenbank sind alle mit Katalognummern zwischen 130 und 140 aufgelistet. Über die Morep AG wurde übrigens im Februar 1999 der Konkurs eröffnet, doch waren einzelne Modelle bei der heute noch existierenden Nachfolgeunternehmung
MTR AG bis etwa 2007 erhältlich.

Unten abgebildet sind in der ersten Reihe je eine Morep-Ce 2/2 von OeBB und VHB, dann links die Ce 2/2 1 der Chemins de fer du Jura und rechts ein «TEE-Traktor» von MTR, in der dritten Reihe der SOB Te 31 und rechts die EBT-Ce 2/2 123, schliesslich der PTT-Traktor Nr. 3 und ein SBB-Modell im «Techno-Look».


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(Update 27.3.2010)


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HAG im «Cash TV»


Am 7. Februar 2010 hat das Wirtschaftsmagazin «Cash TV» auf SF Zwei einen Bericht über Modelleisenbahnen gesendet, in dem auch ausführlich über die Lage von HAG berichtet wurde. Der Beitrag kann
hier betrachtet werden.


(8.2.2010)


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Vom bunten Treiben der Börsianer-«Mafia»

Peter Zuberbühler ist den meisten von uns noch in bester Erinnerung als einer der beiden initiativen Köpfe, die seinerzeit die Ladenkette
Zuba-Tech in St. Gallen, Winterthur und Zürich sehr erfolgreich aufbauten und dort uns Modellbahnern in angenehmer Atmosphäre eine grosse Produktauswahl zu kundenfreundlichen Preisen anboten.

Seit einiger Zeit geniesst Herr Zuberbühler den «Ruhestand», doch trifft man ihn gelegentlich noch mit Ware, die aus seiner aktiven Zeit übrig geblieben ist, an einer der (zu) zahlreichen Schweizer
Modellbahnbörsen an. Seine Tische sind jeweils sofort von zahlreichen Interessenten umlagert - einerseits wegen der freundlichen und hilfsbereiten Wesensart von Peter Zuberbühler und seiner Partnerin, anderseits wegen der sensationell günstigen (HAG-)Preise.

Die schönen Umsätze Zuberbühlers wecken nun offenbar den Neid und die Missgunst bei jenen sattsam bekannten Schweizer Börsenhändlern, die seit Jahr und Tag mit griesgrämiger Miene lustlos hinter ihren Tischen hocken und versuchen, vergammelte Ware (oft schon seit einer halben Ewigkeit die gleiche!) zu überhöhten Preisen an den Mann zu bringen. Denn wie soeben im HAG-Forum berichtet worden ist, sollen gewisse «Börsianer» unter Boykottdrohungen Druck auf Börsenveranstalter ausgeübt haben, um Peter Zuberbühler von den Anlässen auszuschliessen.

So geht das natürlich nicht! In der Schweiz besteht eine soziale Marktwirtschaft, und boykottiert werden sollten sicher nicht erfolgreiche Verkäufer, sondern diejenigen ewiggestrigen Börsenheinis, denen die Modellbahnbörsen ihren schlechten Ruf und stetigen Niedergang zu «verdanken» haben. Ich werde jedenfalls die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen - und wenn nötig werden «Ross und Reiter» hier selbstverständlich auch genannt.


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(10.1.2010)


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Erkennen Sie jemanden...

...auf dem Sondermodell von HAG-Reisen? Die in Blau oder Weiss angefertigte Lok zeigt auf den beiden nicht identischen Seitenwänden Teilnehmer/-innen der gediegenen und interessanten Ausflüge zu ausgesuchten Bahn-Sehenswürdigkeiten.


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(6.12.2009)

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Der «Reisslack»-Mythos

Nun wechselt sie also den Besitzer und kehrt nach langjährigem Aufenthalt auf der südlichen Erdhalbkugel möglicherweise in die Schweiz zurück: die kürzlich für den Rekordpreis von umgerechnet Fr. 3’789.-- auf Ebay versteigerte Re 4/4 II 11239 «Pink Salamander» im krakelierten Reisslack- oder Hammerschlag-Design (oben links, UNUM-Datenbank Nr. 212.03). Das Modell wurde etwa 1988 in pinkfarbiger und grüner Ausführung (untere Bilder) zusammen mit einigen Trafos bei HAG als Gag in einer Kleinstauflage von sechs Stück so lackiert, wobei die grünen Loks einen etwas feineren Riss aufweisen. Auch bei sonst gut informierten Sammlern waren die Dinger höchstens gerüchteweise bekannt, und man wusste eigentlich nur, dass mindestens eine der Loks in die USA gelangt sein musste (wo sie sich vermutlich immer noch befindet). Ein Trafo bildete jahrelang einen Bestandteil der HAG-Ausstellungsanlage, bis er dann eines Tages auf ungeklärte Weise verschwand.

(Update 29.11.2009, Fotos zVg)


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Märklin-Fans kaufen HAG


Gut - der Titel mag etwas missverständlich sein. Aber tatsächlich hat sich der HELIS (Helvetischer Insider-Stammtisch) - eine lockere Vereinigung von eher «Märklin-lastigen» Modellbahnern - sein erstes Klubmodell nicht etwa vom grossen Göppinger Hersteller anfertigen lassen, sondern erfreulicherweise von HAG. Bei unserem Hoflieferanten ist es nämlich immer noch möglich, sich eine Kleinserie (in diesem Fall nur 16 Exemplare) quasi massschneidern zu lassen, und dies erst noch zu einem durchaus akzeptablen Preis.


Ich wünsche dem HELIS gute Fahrt mit seiner Lok.


(27.6.2009, Fotos © Rainer Lüssi)


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Impressionen von der HAG-Reise...


...ins SBB-Industriewerk Yverdon mit der Re 4/4 I 10034. Die im Zug verkauften, in sehr kleiner Auflage produzierten Sondermodelle mit Erinnerungsaufdruck dürften wohl bald zu gesuchten Raritäten werden. Weitere Bilder von diesem gelungenen Anlass finden Sie
hier.


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(Update 20.6.2009, 10:00 Uhr)


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Aus der HAG-Vergangenheit


Langjährige Besucher dieser Seite haben von den beiden hier abgebildeten Wagen auch schon gehört: Oben zu erkennen ist der immer noch einzige bekannte Vertreter einer vermutlich in den sechziger Jahren hergestellten Kleinserie von hellblauen H0-Modellen (ähnlich den Spur-0-Wagen, siehe Mikado Schweiz Edition, Seiten 211 und 215).


Unten sehen Sie ein Sondermodell von etwa 1965, nämlich den bekannten Zweitklasswagen Kat.-Nr. 400 in Blau/Crème statt im gewohnten Grün. Auch dabei handelt es sich um eine absolute Rarität, die meines Wissens noch nie auf einer Börse oder Auktion zu finden war.


Erstaunlich ist, dass beide Wagen in Deutschland landeten: Der Steuerwagen tauchte im September 2003 beim Auktionshaus Lösch auf und wurde dort von einem kompetenten deutschen Sammler erworben (siehe auch ganz weit unten auf dieser Seite), während der B schon vor langer Zeit zur Modellbauergruppe
PMW-Winnenden kam, in deren Obhut er sich hoffentlich immer noch befindet.


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(3.5.2009, Foto unten © G. Gebhardt)


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Die besten Tipps aus der Kundenzeitschrift «Rail Mail»


Von 1994 bis 2008 publizierte die Firma HAG Modelleisenbahnen AG einmal jährlich ihre hauseigene Zeitschrift «Rail Mail». Diese enthielt immer wieder nützliche Tipps, Kniffe und Verbesserungsvorschläge für den Umgang mit HAG-Produkten. Erwin Pieper hat
hier die besten davon gescannt und zugänglich gemacht - besten Dank für die Initiative!


(11.4.2009)


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HAG-Katalogliste / Listing of HAG catalogs


Für alle, welche die offenbar etwas zu gut «versteckte» Seite nicht finden:
Hier ist meine bebilderte Liste aller HAG-Kataloge und -Neuheitenblätter seit 1945.


Click
here for my illustrated listing of all HAG catalogs and new items leaflets since 1945.


(Update 14.3.2009)


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Ein Zeitungsartikel...


...im «
St. Galler Tagblatt» vom 21. Februar 2009 wirkt unerfreulich. Denken Sie aber bitte daran, dass zwar in jedem Gerücht ein bisschen Wahrheit steckt, dass aber Totgesagte bekanntlich länger leben (was für HAG seit jeher in ganz besonderem Masse gilt). Ausserdem gibt es gewisse Kreise, die aus sehr eigennützigen Motiven ein Interesse an einer Insolvenz von HAG hätten, weil sie dann billig auf das Konkursinventar greifen und die Produktion anderswo wiederaufnehmen könnten.


(21.2.2009)


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Buchtipp: Mikado Schweiz-Edition


Nun ist das gleichermassen mit Spannung und Skepsis erwartete Handbuch endlich erschienen. Es handelt sich um ein Bestimmungs- und Nachschlagewerk mit Marktpreisen für Spiel- und Modellbahnen in allen Spurweiten von schweizerischen Herstellern. Die vorliegende 1. Ausgabe umfasst Triebfahrzeuge, Personen- und Güterwagen aus den Jahren 1919 bis 1969.


Das Buch kann als eine Art Mittelding zwischen dem vergriffenen Klassiker «Schweizerische Spielzeugeisenbahnen» von 1984 und einem
Koll-Preiskatalog bezeichnet werden. Es enthält Modelle von längst verschwundenen und heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Herstellern/Marken wie Car, Erno, Jibby, Junior, Milodor, Resal oder Spiewa - aber selbstverständlich auch die Produktionspalette von bekannten Namen wie BUCO, HAG, Lemaco, Roxy, Ruco oder Swisstoys.


Mein erster Eindruck ist positiv - es handelt sich hier um eine gewaltige Fleissarbeit! Diese verdient insbesondere deshalb Respekt, weil sie von einem ausländischen Herausgeberteam (natürlich mit einheimischem Support) erbracht worden ist. Einige erste Stichproben im HAG-Teil zeigen, dass überwiegend seriös recherchiert worden ist. Vor allem die aktuellen Fotos (auch vom Innenleben der Modelle) sind aussagekräftig und für den Sammler nützlich. Aber auch die eingestreuten Reproduktionen aus alten Katalogen und Dokumenten vermögen zu begeistern.


Daneben fallen einem allerdings auch einige offensichtliche Fehler auf, die bei einem etwas gründlicheren Lektorat/Korrektorat wohl leicht hätten vermieden werden können. Die in Euro angegebenen Sammlerpreis-Empfehlungen scheinen mir teilweise unrealistisch hoch. Und auch das Nummerierungssystem der Autoren ist nicht auf Anhieb durchschaubar. Zumindest für den HAG-Bereich erscheint es jedenfalls nicht als sinnvoll, eine neue Klassifizierung der Modelle parallel zu der seit Jahren vertrauten Einreihung gemäss UNUM-Datenbank (die ja auf den vom Hersteller vorgegebenen Katalognummern beruht) einzuführen.


Fazit: Trotz kleiner «Kinderkrankheiten», die bei einer weiteren Auflage sicher ausgemerzt werden können, ist dieses gewichtige Handbuch ein «Muss» für jeden, der sich für die Geschichte der Spielzeug- und Modelleisenbahnen aus der Schweiz interessiert.


Autoren U. Höschen und M. Buitelaar, 480 Seiten, ca. 1'400 Abbildungen, ISBN 3-936520-26-2, Preis Fr. 98.-- zuzüglich Versandkosten, in der Schweiz am bequemsten erhältlich beim
Amiba-Lokschuppen in Wetzikon.


(2.1.2009)


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«Der beschränkte Holzbock»...


...ist ein niedlicher Übername, den ich vom Ricardo-Verkäufer
One4you verliehen bekommen habe. Dieser versuchte wochenlang verzweifelt, die unten abgebildete HAG-Re 6/6 (Nr. 174.03) für den sagenhaften Startpreis von nicht weniger als Fr. 959.-- (Sofortkauf sogar Fr. 999.--!) einem nichtsahnenden Käufer anzudrehen. Der gute Mann meint offenbar, niemand kenne die aktuellen Marktpreise für das betreffende Modell (nämlich durchschnittlich Fr. 499.-- laut Datenbank von Roland Hausin, Fr. 552.-- gemäss UNUM-Datenbank). Nachdem selbst der damalige Ladenverkaufspreis «nur» Fr. 850.-- betrug, darf man wohl von einem Abzockversuch sprechen.


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Wer über das Ricardo-System eine entsprechende Frage an den Anbieter richtete, erhielt sehr rasch eine Antwort - wie zum Beispiel diese:


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Hallo Samuel König alias One4you: Dies ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Modellbahn-Websites der Schweiz. Wer die Ehre hat, hier als Händler erwähnt zu werden, hat in der Regel ausgesorgt - positiv oder negativ...


PS. Offenbar aufgrund des grossen Aufsehens, das er mit seiner Auktion erregte, korrigierte unser «Preis-König» seine Erwartungen inzwischen nach unten und entfernte den Text über den «beschränkten Holzbock». Und siehe da: Nach dem Motto «Jeden Tag steht ein Dummer auf» ist ihm nun ein Ricardo-Mitglied aus dem Rheintal auf den Leim gegangen und hat für Fr. 899.-- einen Sofortkauf getätigt. Da kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln!


(Update 9.1.2009)


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Der legendäre «Regent»-Güterwagen


Zum ersten und vermutlich letzten Mal sind hier alle drei Versionen des unter Sammlern wohl meistgesuchten HAG-H0-Güterwagens im Bild vereint: mit Bremserhaus, mit Plattform und ganz rechts die kurze Ausführung.


Es handelt sich um das einzige von HAG je für einen Kunden hergestellte zweiachsige Werbemodell. Die recht aufwändig gespritzten und bedruckten Wagen gingen etwa 1985 in einer unbekannten Kleinauflage (vermutlich 50 bis 100 Stück) an die «
Regent Beleuchtungskörper AG», die sie Geschäftspartnern und Mitarbeitern überreichte. Leider dürften nur wenige Exemplare überlebt haben - wie viele andere Werbegeschenke landeten wohl die meisten Wagen schliesslich im Abfall oder bestenfalls in Kinder-Spielzeugkisten. Anfragen bei der Firma sind zwecklos; falls dort überhaupt noch Wagen vorhanden sind, gibt man sie heute nicht mehr ab.


Besten Dank an meine Sammlerkollegen, die diese Fotos mit ihren Leihgaben ermöglicht haben!


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(12.10.2008)


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Nicht nur drei, sondern vier...



...Versionen des von Praliné für HAG hergestellten Lieferwagens Fiat 242 (Kat.-Nr. 505) habe es gegeben - dies jedenfalls meldet ein Sammlerkollege und aufmerksamer Besucher meiner Website.


Oben abgebildet sind in der Mitte die seltene dunkelgrüne Ausführung mit kleinem HAG-Signet, schwarzen Felgen und dreizeiligem Text (produziert um 1983), links ein etwas helleres Modell mit der gleichen Beschriftung, rechts schliesslich die häufigste hellgrüne Variante mit leicht grösserem Signet, nur noch zweizeiligem Text und hellgrauen Felgen von etwa 1986.


Neu hinzu kommt nun aber offenbar noch das unten in der Mitte gezeigte «Zwitter»-Modell mit folgenden Merkmalen: Gleicher Grünton der Karosserie und schwarze Felgen wie das linke Modell, jedoch bereits mit dem grösseren HAG-Signet und mit nur noch zweizeiligem Text bedruckt.


Eigentlich erstaunlich, dass dieses simple Auto, das sicher kein Verkaufsschlager war, durch Praliné offenbar nicht in einer einzigen grossen Serie hergestellt, sondern mit kleinen Modifikationen mehrfach aufgelegt wurde.


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(Update 11.7.2008, Foto unten © D. Blattmann)


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Eine der bisher schönsten...


...HAG-Reisen - zweifellos aber die gediegenste - führte am 14. Juni 2008 nach Le Bouveret am Genfersee, wo der
Swiss Vapeur Parc und eine Modellbahnbörse besucht werden konnten.


Hervorzuheben sind diesmal insbesondere die hevorragende Betreuung durch die Crew von René Bubendorf und die luxuriöse Atmosphäre in den Salonwagen des «
Prestige Continental Express» sowie das eigenartig-originelle HAG-Sondermodell, von dem wenige Exemplare voraussichtlich auch noch anlässlich der nächsten Weihnachtsverkaufstage in Mörschwil angeboten werden können.


(Update 15.6.2008, 13:00 Uhr)


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Zum dritten Mal...


...tauchte eines der legendären «FSS-Sets» auf einer Ricardo-Auktion auf. Wie dort vom Anbieter richtig beschrieben, wurden im Jahr 2006 von der Software-Unternehmung
Full Speed Systems genau 80 solche Zugpackungen ausschliesslich an gute Kunden und Geschäftspartner verschenkt.


Anlässlich einer Auktion vom 15. Juni 2008 erzielte ein identisches Set mit Fr. 3'404.-- (!) einen der höchsten je für ein HAG-Spur-H0-Objekt bezahlten Auktionspreise.


(Update 6.10.2008)


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Was stimmt da nicht?



Nach  langem Unterbruch habe ich hier kürzlich wieder einmal - wie in der Anfangszeit meiner Website - ein Quizbild eingestellt. Die Frage lautete, was an der oben fotografierten Komposition eher unüblich sei.


Bis zum Einsendeschluss Ende Mai 2008 sind von den folgenden ausgewiesenen HAG-Kennern völlig richtige Lösungen eingegangen (in chronologischer Reihenfolge):


Markus Engemann, Jean-Marc Cuche, Martin Schneider, Klauspeter Bächler, Christian Flury, Herbert Deinet, Dr. Wolfgang Handke und Michel Huber.


HAG hat tatsächlich nie einen Einheitswagen 2. Klasse in den Farben der Wohlen-Meisterschwanden-Bahn hergestellt, und ein solcher existierte auch beim Vorbild nicht. Beim abgebildeten Modell handelt es sich um eine Spezialanfertigung durch eine Veredelungswerkstätte für meinen langjährigen Sammlerkollegen René Brassel.


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(Update 31.5.2008)


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Wussten Sie schon, dass...



...die Firma HAG vor fast 20 Jahren ihr bisher erstes und einziges USA-Modell herstellte? Für eine Sonderausstellung anlässlich der Modellbautage 1988 im Verkehrshaus Luzern entstand als Gag diese «Rm 6/6» in den Farben der Bahngesellschaft AMTRAK.


(18.5.2008)


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Wussten Sie schon, dass...



...es gealterte Modelle bei HAG schon vor bald 50 Jahren gab? In den Katalogen wurden einzelne Wagen als «geschwärzt» angeboten. Während die geschlossenen Güterwagen des Typs K3 (damalige Katalognummern 340 mit Plattform und 345 mit Bremserhaus) auch heute noch gelegentlich auf Börsen und Auktionen auftauchen und stets zu guten Preisen Abnehmer finden, sind geschwärzte Hochbordwagen L6 absolute Raritäten. Dank freundlicher Mithilfe von Sammlern kann ich Ihnen oben erstmals drei Exemplare mit Bremserhaus (Katalognummer 335) im Bild vorstellen.


(Update 13.5.2008)


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Oder wussten Sie auch, dass...


...im Jahre 1995 die Modellauto-Serie «HAG Autoline» im Massstab 1:43 lanciert wurde? Angekündigt wurden unter den Katalognummern 9050 - 9054 bzw. 9060 - 9064 je fünf verschieden lackierte Versionen des Porsche 911 Turbo mit bzw. ohne Heckspoiler sowie ein roter und ein gelber Ferrari 308 GTO 6 (Katalognummern 9000 und 9001). Tatsächlich ausgeliefert wurde dann meines Wissens nur das Ferrari-Modell 288 GTO, dieses aber in vier Farben (zusätzlich Nr. 9002 in Silber und Nr. 9003 in Schwarz).


Die Autos findet man ganz vereinzelt noch bei Fachhändlern (zum Beispiel Roundhouse in Zürich).


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(Update 16.6.2008)


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Der «versuchte Selbstmord» und die HAG-Trafoschachtel...


Eine «lustige» neue Finte ist mir soeben bei Ebay begegnet: Diese HAG-Trafo-Schachtel wurde innert kurzer Zeit mehrmals vom gleichen Verkäufer «
catha018» bei Ebay angeboten. Nach Abschluss der zweiten Auktion erhielt ich als nicht erfolgreicher Bieter von ihm die folgende rührende und erschütternde Mitteilung:


Bonjour Monsieur, Je vien d'avoir un appel du meilleur enchérisseur pour cette boîte HAG, qui m'a annoncé une triste nouvelle: son fils a fait une tentative de suicide. C'est pour lui qu'il voulait cette boîte, et il n'en a plus besoin. Vous avez fait une offre pour 24 euros, merci de me dire si vous êtes toujours intéressé. Cordialement, C. Tharin


Also auf Deutsch zusammengefasst etwa: «Der erfolgreiche Bieter hat mir die traurige Nachricht übermittelt, dass sein Sohn einen Selbstmordversuch unternommen habe. Da er die Trafo-Schachtel somit nicht mehr braucht, frage ich Sie an, ob Sie sie für EUR 24,-- kaufen möchten.»


Das wollte ich in weiser Vorahnung nicht - und siehe da: Die Trafo-Box ist seit heute wieder bei Ebay eingestellt, und wer bietet auch diesmal munter mit? Sie haben es erraten: «albata079» (er nennt sich seit neuestem «
albatro073»), also der traurige Vater des versuchten Selbstmörders... Und von wem wohl stammen drei der vier positiven Bewertungen des bedauernswerten «albata079»? Richtig - von niemand anderem als «catha018» (mit richtigem Namen übrigens Claude Tharin, wohnhaft in Lausanne), denn die beiden scheinen ja eine ganz enge Zusammenarbeit zu pflegen.


Geht es eigentlich noch dreister und dümmer? Immerhin: Bei Ebay scheint man Hinweise auf solche Mätzchen inzwischen ernster zu nehmen als auch schon, und man erhält sogar Reaktionen, die etwas persönlicher und konkreter tönen als die früheren, nichtssagenden Standard-Mails:


Hallo Herr Unholz,

vielen Dank fuer Ihre Mitteilung. Sie haben uns darueber informiert, dass die beiden eBay-Mitglieder "catha018" und "albata079" gegen die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen oder die Grundsaetze von eBay verstossen haben.

Gern gebe ich Ihnen hierzu weitere Informationen.

Mitglieder duerfen den Verlauf der Online-Auktion nicht durch die Abgabe von Geboten unter Verwendung eines weiteren Mitgliedskontos oder durch die gezielte Einschaltung eines Dritten manipulieren. Insbesondere ist es dem Anbieter waehrend der Angebotsdauer untersagt, selbst Gebote auf die von ihm eingestellten Angebote abzugeben.

Wir sind Ihrem Hinweis nachgegangen und haben tatsaechlich einen Verstoss festgestellt. Entsprechende Massnahmen haben wir daher eingeleitet.

Was wir konkret gegen einzelne Mitglieder unternehmen, duerfen wir Ihnen aus datenschutzrechtlichen Gruenden nicht mitteilen. Alle eBay-Mitglieder haben ein Recht darauf, dass wir diese Informationen nicht an Dritte weitergeben.

Seien Sie jedoch versichert: Da ein Verstoss gegen die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen von eBay oder die eBay-Grundsaetze vorlag, haben wir das Mitglied verwarnt oder es sogar gaenzlich von der Nutzung des eBay-Marktplatzes ausgeschlossen.

Ich danke Ihnen, Herr Unholz, fuer Ihre aktive Mithilfe. Sie tragen damit erheblich dazu bei, dass faires und sicheres Handeln bei eBay moeglich ist.

Mit freundlichen Gruessen nach Winterthur

Katrin Clasner

eBay-Sicherheitsteam



(Update 15.4.2008)


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Wussten Sie schon, dass...


...HAG im Jahre 1981 in einem Neuheitenprospekt neben der anschliessend verwirklichten Ae 4/7 in Spur N auch eine H0-Nachbildung der SNCF BB 4600 ex MIDI als «in Planung» vorstellte? Aus dem Projekt wurde offensichtlich nichts - hingegen hat Roco viel später unter der Artikelnummer 63648 ein solches Modell herausgebracht (rechts im Bild). Die Vorbildmaschinen verschwanden bereits um 1984 von der Bildfläche.


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(22.7.2007)



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HAG-Reise an den Gotthard mit dem RAe TEE II


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(Update 3.6.2007)



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Aus der HAG-Vergangenheit


Der heute nicht mehr lieferbare Wechselstrom-Transformer Nr. 650 ist wohl den meisten Besuchern ein Begriff, wurde er doch während mehr als 40 Jahren angeboten. Allerdings kennt man ihn fast nur im bläulichen Standardfarbton mit strukturierter Gehäuseoberfläche (linkes Bild). Hier zur Abwechslung einmal eine Aufnahme von seltenen Varianten, die ab etwa 1991 auch erhältlich waren. Wer kennt noch weitere Farben?


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(11.3.2007, Foto links © Zuba-Tech GmbH)



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Tipps für zukünftige Modellfälscher


Bei Ebay ist kürzlich wieder einmal ein roter Personenwagen (UNUM-Datenbank Nr. 400.02) aufgetaucht, der ziemlich merkwürdig aussah, aber trotzdem fleissig beboten wurde. Damit Sie als Käufer und vor allem Sammler nicht enttäuscht werden, zeige ich Ihnen anhand dieses beschädigten Exemplars aus meiner Schrottkiste, wie ein echtes Modell auszusehen hat:


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  • Der Kunststoff ist rot durchgefärbt (also nicht bloss auf der Aussenseite mit roter Farbe gespritzt)

  • Somit müssen auch die Seiteninnenwände und der ganze Boden rot sein

  • Das Rot weist einen leicht «speckigen» Glanz auf, matte bzw. hochglänzende Farbe ist ein Fälschungsmerkmal

  • Das Gelb der erhabenen Anschriften ist relativ dünn und präzise aufgetragen

  • Abgegriffene gelbe Farbe ist deshalb eher ein Echtheitsmerkmal als dick nachgemalte Farbe

  • Diese Wagenserie hatte niemals irgendeine Inneneinrichtung

  • Die Einstiegstüren müssen silbern (und keinesfalls golden oder bronzefarbig!) sein

  • Die Trennkanten der silbernen und der roten Farbe verlaufen immer scharf an den beim Muster erkennbaren Stellen

  • Die Griffstangen neben den Türen wurden nicht mit gelber Farbe nachgezogen

  • Die Drehgestelle waren an diesem Modell immer schwarz, nie hellgrau



(13.1.2007)


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Ein nützliches Zurüstteil...


...das jeden BDe 4/4 von HAG optisch aufwertet, ist dieses Riffelblech-Set von
FRIHO:


riffelblech



Nach Entfernung aus der Ätzplatte und nach problemloser Feilarbeit lassen sich die insgesamt acht Riffelbleche leicht mit einem kleinen Tropfen Sekundenkleber-Gel an den Fronten bzw. unter den Einstiegstüren befestigen. Den Preis von Fr. 19.-- ist das Set meines Erachtens wert.


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(1.4.2006)


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Aus der HAG-Vergangenheit: die Trichterkupplung


In meiner beliebten Serie stelle ich Ihnen heute dieses unscheinbare Ding vor, das in den fünfziger und frühen sechziger Jahren HAG-Gleichstromloks sowie den Steuerwagen Kat.-Nr. 421 zierte:


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Diese Kupplung war mit der traditionellen Hakenkupplung von Fleischmann einigermassen kompatibel und dürfte bis ca. 1968 verwendet worden sein. Im obigen Bild ist sie an einer Re 4/4 II (Kat.-Nr. 161) zu sehen.


(6.12.2005, Foto © «esoxli»)


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Und doch ein Sechser im Lotto...!



Wenn Sie auf dieser Seite etwas nach unten scrollen, finden Sie einen Beitrag über eine sehr seltene Variante der BLS-Re 4/4. Einen meiner langjährigen Homepage-Besucher befiel offenbar bei der Lektüre zunächst ein etwas ungläubiges Staunen, dann erinnerte er sich an einen durchaus preisgünstigen Kauf, den er vor etlichen Jahren in Zug getätigt hatte... - und siehe da: gleich drei unterschiedliche Exemplare von diesen Loks schlummerten zu seiner freudigen Überraschung in der eigenen «Schatztruhe»!


Hier also - zum ersten Mal im Internet abgebildet - die drei in den siebziger Jahren von der
Modellbahn-Boutique in Luzern angebotenen Betriebsnummern der Re 4/4 Bern - Neuchâtel (180), Gürbetal - Bern - Schwarzenburg (178) und Spiez - Erlenbach - Zweisimmen (177) mit silbrigem Dach, erhabenen Zierleisten und Düsengittern ohne Horizontalrippe sowie ohne Wappen - nicht identisch mit den von HAG selber viele Jahre später produzierten Modellen mit aufgedruckten Zierleisten und Wappen!


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(24.10.2005)


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Zwar kein Sechser im Lotto...


...aber wenn Sie auf einer Börse oder in Ihrer Sammlung eine solche BLS-Lok finden, dann haben Sie immerhin ein bisschen Glück gehabt:


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Auf den ersten Blick sieht sie ganz gewöhnlich aus, speziell ist aber die aufgedruckte Betriebsnummer 170. Auch die silberne Schrift «BLS» und die kleine gelbe Lokbezeichnung sind in Siebdruck ausgeführt.

Das Modell stammt aus den siebziger Jahren und war damals ausschliesslich in der
Modellbahn-Boutique in Luzern erhältlich. Im Auftrag dieses Fachhändlers wurde die Reliefbeschriftung «BLS 261» auf den rohen Gehäusen abgeschliffen und diese anschliessend wie üblich bei HAG braun/silbern gespritzt. Anschliessend liess die Modellbahn-Boutique die Siebdruckbeschriftung auftragen. Ausser der gezeigten Betriebsnummer waren noch die 177, 178, 179 und 180 erhältlich - insgesamt gab es nur etwa 40 - 50 Stück in dieser Ausführung.

Eine nachträgliche Neuauflage oder Fälschungen des Modells sind so gut wie ausgeschlossen, da HAG die Gehäuseform schon vor langer Zeit gründlich überarbeitet hat. In der UNUM-Datenbank ist die Lok im Datensatz 180.51 erwähnt. Die Angabe eines Sammlerwertes ist nicht möglich, da meines Wissens bisher erst ein einziges Mal ein Exemplar bei Ebay aufgetaucht ist.


(13.8.2005, Update 17.6.2014)


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Aus der HAG-Vergangenheit: der «entgleisungssichere» Schleifer


Man trifft das Modell zwar nur noch selten auf Börsen und Auktionen an, aber vielleicht ist es Ihnen trotzdem schon einmal begegnet: Die erste Lieferung der Ae 6/6 11403 von 1962 für Wechselstrom (mit feststehender Pufferbohle) wies einen ganz eigentümlichen Mittelschleifer auf. Dieser war einseitig am Antriebsdrehgestell angeschraubt und glich entfernt den Stangenstromabnehmern von alten Trams oder den Ruten beim Trolleybus.


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Die Gründe für die Wahl dieser Konstruktion sind heute nicht mehr eruierbar - vielleicht wollte HAG von Märklin-Patenten oder -Lieferungen unabhängig werden oder ganz einfach mit einer Eigenentwicklung hervortreten. Vermutlich bewährte sich das Ding aber nicht sonderlich, denn ausser an der erwähnten Ae 6/6 trifft man es nirgends an. Immerhin haben meine Testfahrten auf Märklin-K-Gleis ergeben, dass die Lok weniger schlecht als erwartet läuft. Entgleisungen infolge des irgendwo in einer Weiche verkeilten Schleifers waren also wohl relativ häufig, aber nicht gerade an der Tagesordnung - vor allem bei «vorausfahrendem» Schleifer.


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(30.4.2005)


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Blaue Modelle aus den sechziger Jahren?


Immer wieder hört man, HAG habe in den sechziger Jahren in kleiner Auflage (hell-)blaue SBB-Modelle hergestellt. Sicher ist jedenfalls, dass sich im Bestand der deutschen Modellbauergruppe
PMW-Winnenden eine Re 4/4 II (Kat.-Nr. 160/161) und ein paar dazu passende Personenwagen in Blau/Crème (aber nicht etwa mit BLS-Beschriftung) befinden, die von älteren PMW-Mitgliedern klar als «echt HAG» bezeichnet werden. Auch unbestreitbar ist, dass beim Auktionshaus Lösch im September 2003 ein hellblauer Steuerwagen 421 zur Versteigerung kam, der zumindest auf dem folgenden Bild (unten links) ziemlich vertrauenerweckend aussieht.


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Nie ganz verstummt ist ferner das Gerücht, es sei einmal eine blaue Ae 4/7 produziert worden. Und schliesslich darf nicht vergessen werden, dass «inoffizielle» blaue Fahrzeuge bei HAG durchaus eine gewisse Tradition haben, gab es solche doch schon im Spur-0-Angebot.


Es wird langsam Zeit, dieser Sache auf den Grund zu gehen, und das Internet scheint dafür die richtige Plattform. Ich selber habe keine blauen Modelle (ehrlich!), kann also nicht weiterhelfen. Ich lade aber alle Sammler oder Leute, die jemanden kennen, auf dessen Anlage so ein Ding seit Jahren herumkurvt, ein, ihr Wissen an die HAG-Sammlergemeinde weiterzugeben. Eine Foto oder zumindest eine genaue Beschreibung des Objekts wäre natürlich nützlich. Mitteilungen (auch anonym) werden gerne per E-Mail oder an meine Postadresse in Winterthur entgegen genommen. Ich bin gespannt, ob wir alle bald mehr wissen.


Nachtrag vom 18. August 2004 - das fängt ja gut an! Es ist fast unglaublich, wie perfekt der Kontakt unter den HAG-Freunden funktioniert, denn schon heute hat sich niemand geringerer als der Ersteigerer des oben abgebildeten Steuerwagens mit mir in Verbindung gesetzt! Ich darf bereits jetzt verraten, dass sich erstens das Modell bei einem Kenner befindet und zweitens dass seine erste Beschreibung auf ein Original-HAG-Produkt schliessen lässt. Somit dürfte gesichert sein, dass wir da nicht irgendeinem Gespenst nachjagen, sondern dass es tatsächlich blaue H0-Modelle gegeben hat. Weitere Rückmeldungen sind jetzt erst recht willkommen!


English summary: I am looking for information regarding HO models of SBB rolling stock in blue livery possibly produced by HAG in the sixties. If you have such a model in your collection or are acquainted with someone who knows more about this topic, please either contact me by e-mail or send me a letter to my postal address at Winterthur/Switzerland. Thank you!


(Update 18.8.2004)


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No «muzzle» forced upon Mr. Unholz!


Victory for the freedom of speech: Towards the end of August 2003, the Swiss model railway dealer
Heinz Dubler and his wife Alice (who have in the meantime become very well-known among Ebay users and HAG collectors) tried to obtain a Court ruling aimed at forcing me to purge all accounts of their interesting business activities on my website. By decision of November 18, 2003, the President of the Cantonal Court of Outer-Appenzell has now given this unfounded plea a clear brush-off by flatly refusing to even examine the case.


(Update 16.3.2006)


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Der «Goldküstenexpress-Krimi» - eine ungewöhnliche Geschichte...


Am Morgen des 28. Oktober 2001 bot der Händler Jean-Paul Curchod, (heutige Adresse: Chemin de Crey-Derrey 118, 1618 Châtel-St-Denis), an der Oltner Börse einen aus Einzelteilen verschiedener Herkunft bestehenden «Goldküstenexpress» (Kat.-Nr. 170.01) für Fr. 1'000.-- an. Das betreffende Modell wies zahlreiche auffällige Merkmale auf (Drehgestelle und Wagenböden in unterschiedlichen Farbtönen, Standardkupplungen anstelle der üblichen Haken-/Ösen-Kupplungen, Faltenbalg-Attrappen, Gleichstromachsen, Stromabnehmer Typ 3 anstatt Typ 2, eigenartige elektrische Verbindungsstecker, Antrieb im Mittel- statt in einem der beiden Steuerwagen usw.). Die Originalverpackung fehlte, das Modell lag in einem Plastikbehälter.


Monsieur Curchod arbeitet augenscheinlich eng zusammen mit den Börsenhändlern André Gysler, Route du Signal 47, 1091 Grandvaux/VD, und Nicolas Chiriacescu, «le TGV», Rue Saint-Martin 28, 1005 Lausanne.


In einem diesbezüglichen Schreiben an mich vom 15. November 2001 legt der Anwalt der drei Herren im wesentlichen Wert auf die folgenden Feststellungen: Es sei normal, dass an Börsen Material angeboten werde, welches gewisse Alters- und Gebrauchsspuren aufweise. Da es heute sehr schwierig sei, einen «Goldküstenexpress» in perfektem Originalzustand zu finden, müsse man es jedenfalls als üblich bezeichnen, dass einzelne oder mehrere Teile verändert oder ersetzt würden. Das oben erwähnte Modell weise unübersehbare Farbdifferenzen an den Drehgestellen eines Wagens auf. Der unpassende Stromabnehmer lasse sich dadurch erklären, dass HAG verschiedene Varianten des «Goldküstenexpress» hergestellt habe. Immerhin verfüge das betreffende Modell unbestreitbar über echte Gehäuse, was als entscheidendes Kriterium für die Bestimmung des Wertes des Objektes zu betrachten sei.


André Gysler seinerseits lässt mich in einem Fax vom 28. November 2001 wissen, er sei seit 25 Jahren Eisenbahnsammler und werde in allen einschlägigen Kreisen als seriöser Kenner der Märklin-, HAG- und BUCO-Eisenbahnen geschätzt. Na ja, werter Herr Gysler, aber gerade in diesem Falle wäre es doch Ihre vornehmste Pflicht, dagegen einzuschreiten, dass Ihre beiden Kollegen ein Modell mit den oben beschriebenen Eigentümlichkeiten als «Originalprodukt» anbieten - oder etwa nicht?


«Finderlohn» von Fr. 500.-- für das Aufspüren dieses Modells!


In seinem Fax vom 28. November 2001 teilt mir Monsieur Gysler auch noch mit, es seien zurzeit drei Interessenten vorhanden, welche das betreffende Modell in voller Kenntnis seines verbastelten Zustandes kaufen wollten.


Um in dieser Angelegenheit ein für allemal Klarheit zu schaffen, offeriere ich hiermit dem zukünftigen Käufer oder jedem gutgläubigen Dritten, der mir das oben beschriebene Vehikel (kein anderes!) für eine gründliche Untersuchung durch ein renommiertes HAG-Expertenteam rechtmässig leihweise für einige Tage zur Verfügung stellt, eine Belohnung von Fr. 500.-- (bar auf die Hand). Einzige Bedingung ist dabei, dass sich das Streitobjekt noch genau im gleichen Zustand wie am 28. Oktober 2001 befindet. Dieser «Finderlohn» wird nur einmal und wie erwähnt nur einem berechtigten Besitzer ausbezahlt.


Fortsetzung folgt!


(Update 29.11.2001)


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Motor Typ 66 / Typ 88


Aufgrund von Fragen auf der «Märklin Mailing List» (MML) zeige ich Ihnen hier einige Skizzen und Fotos, die zur Unterscheidung der beiden Haupttypen von HAG-Motoren dienen können. Abgebildet ist ferner das «Zwischenmodell 87». Zuunterst sehen Sie schliesslich eine Aufnahme des abweichenden Motors der alten Triebwagen (Katalognummern 150, 190, 250, 252 und 260).


Due to some recent questions on the «Marklin Mailing List» (MML), here are a couple of sketches and pictures which should enable you to observe the visible differences between the two main types of HAG motors. A further image shows the «intermediate» motor which was used in the year 1987 in some Re 4/4 and Re 6/6. Finally, I have included a photograph of the motor of the «first generation» of railcars (models # 150, 190, 250, 252, 260).



mot88skizze1mot88skizze2

mot88foto1mot88foto2



The images above all show the «Motor Typ 88»


Re 4/4 and Re 6/6 units produced around 1987 may be equipped with an «intermediate» motor which has the older flat collector rotor but the newer ball bearings and is built into a housing similar to the one shown above. The following picture shows it along with the warning notice provided by HAG with locos featuring this motor. The arrow points to the ball bearings.


spezmotfoto




...and this is a typical example of the «Motor Typ 66»:


mot66foto



...whereas the final picture shows the unique motor style of the «alte Triebwagen»:



motbdefoto